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Wohnmobilstellplätze in Deutschland

Stellplatz und Campingplatz sehen von weitem gleich aus, rechtlich sind sie es nicht. Was einen Wohnmobilstellplatz ausmacht und was dort gilt.

Was ein Wohnmobilstellplatz ist

Ein Wohnmobilstellplatz ist ein Parkplatz, der ausdrücklich für Wohnmobile vorgesehen ist und auf dem man übernachten darf. Viele betreiben Gemeinden, andere Gasthöfe, Bauernhöfe oder Vereine. Erkennbar sind öffentliche Stellplätze meist am blauen Parkplatzschild mit einem Zusatzzeichen, das ein Wohnmobil zeigt.

Stellplatz oder Campingplatz

Der Campingplatz ist ein Beherbergungsbetrieb mit Genehmigung nach Landesrecht – in Bayern etwa braucht jeder Platz für mehr als drei Zelte oder Wohnwagen eine Erlaubnis der Gemeinde (Art. 25 LStVG). Dort darf man sich ausbreiten. Der Stellplatz ist dagegen vor allem ein Platz zum Abstellen und Schlafen; ob Markise und Stühle erlaubt sind, regelt die Platzordnung.

FrageStellplatzCampingplatz
Übernachtenjaja
Zelt aufstellenmeist neinja
Markise, Tisch, Stühlenach Platzordnungja
Rezeption, Sanitärgebäudeseltenin der Regel
Höchstdaueroft begrenztnach Vereinbarung

Was auf der Platztafel steht

  • Gebühr und wie sie bezahlt wird (Automat, Kasse, App). Beträge ändern sich – bitte vor dem Besuch prüfen.
  • Höchstdauer des Aufenthalts, oft wenige Nächte.
  • Ver- und Entsorgung: Frischwasser, Grauwasser, Toilettenkassette, Strom – und was davon extra kostet.
  • Ruhezeiten und ob Markise, Möbel oder Grill erlaubt sind.

Freie Plätze finden

Ein amtliches bundesweites Verzeichnis gibt es nicht. Verlässlich sind die Seiten der Gemeinden und ihrer Tourist-Informationen: Dort stehen kommunale Stellplätze mit Adresse, Gebühr und Platzordnung. Wir vermitteln keine Plätze und bewerten keine.

Parkplatzschild mit Zusatzzeichen Wohnmobil am Stellplatz in Putlitz, dahinter ein Turm
Foto: Elgaard, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0